Samstag, 24. Februar 2018

Grundwissen über die Bedeutung von "Scharia"

Cover for 

Shariah

Shariah
What Everyone Needs
to Know

John L. Esposito and
Natana J. DeLong-Bas

Oxford University Press
2018, 240 pp.

ISBN: 978-0-19-932506-1

  • Acts as an easy-to-read guide to understanding a widely misunderstood concept
  • Written by two internationally regarded scholars of Islamic Studies
  • Provides both historical and contemporary coverage on a wide range of disciplines
  • Gives attention to possibilites for reform and progress, including those already underway

HORIN - Publikationsreihe aus dem EKO-Haus zum besseren Verständnis japanischer Kultur

Das EKO-Haus für japanische Kultur in Düsseldorf
ist ein Ort der unmittelbaren Begegnung mit Japan.
Mehr zum EKO-Haus und der dort vertretenen buddhistischen Shin-Tradition (Buddhismus des Reinen Landes): hier
Ein Besuch von Studierenden der TU Dortmund
(SoSe 2013) im EKO-Haus: hier


Neben (wissenschaftlichen) Veranstaltungen und dialogischen Begegnungen östlicher und westlicher Traditionen sind auch die Veröffentlichungen eine wichtige Orientierung zum besseren Verständnis Japans.
Überblick über alle Publikationen: hier
Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die in unregelmäßigen Abständen erscheinende Reihe 

HORIN - Vergleichende Studienzur japanischen Kultur

Die Bände dokumentieren wissenschaftliche Symposien, die regelmäßig im EKO-Haus veranstaltet werden. 
Inzwischen ist der 18. Band herausgekommen. Hier sind Beiträge aus den Symposien der Jahre 2012 und 2013 zusammengestellt.
Die japanischen Zeichen "Horin" bedeuten: Dharma Chakra = Rad des Gesetzes




HORIN. Vergleichende Studien zur japanischen Kultur.
Comparative Studies in Japanese Culture 18 
Hg.: Takayo Aoyama,
Mit-Hg. und Red.: Hermann-Josef Rölleke


München: Iudicium 2017, 316 S., Abb.

--- ISBN 978-3-86205-142-7 ---




Horin, Bd. 1-17, 1994 - 2014 
Vergleichende Studien zur japanischen Kultur
hrsg. v. Prof. Takao Aoyama

Mitherausgeber: Prof. Dr. Volker Beeh,
Prof. Dr. Gregor Paul, Dr. habil. Hermann-Josef Röllicke
Preis jeweils 15,00 €
  • Hōrin Bd. 1, 1994. 197 S., 10 Abb.
    Nelly Naumann, Synkretistische Theorien und Systeme im japanischen Mittelalter
    Gerhard Schepers, Shinran im interkulturellen Kontext
    Jerome Ducor, Histoire de la liturgie du Honganji
    Gregor Paul, Argumente für die Universalität der Logik
    Gregor Paul, Zur Liste der begründungstheoretischen Schriften
    im neuentdeckten Alten Verzeichnis buddhistischer Lehren des Nanatsu-Tempels

    Volker Beeh, Bilderverbot, Zeichenlosigkeit und Unbeschreiblichkeit
    Elmar Weinmayr, Metaphysikkritik und Buddhismus
    Hisao Matsumaru, Ist das Ich ein Traum? Der Ort der Begegnung als Existenzgrund
    Volker Zotz, "Das Erzeugnis warmer Klimate".
    Zum Werden des Buddhismus-Bildes deutscher Philosophen und Historiker
  • Hōrin Bd. 2, 1995, 236 S.
    Kurt Wuchterl, Transzendenz als Apriori der Religionsphilosophie
    Walter Heß, Überlegungen zum teleologischen Gottesbeweis
    Musashi Tachikawa, Interpretations of emptiness
    Gregor Paul, Das sastra der zwölf Tore und dessen Kritik an Gottesvorstellungen
    Volker Beeh, Nagarjunas Zehntes Tor
    Alexander L. Mayer, Die dharma-Darlegung als Ort des Streites über den Ort des Streites
    Birgit Mayer-König, Transzendenz im Lichte von Karman und Gnade
    Perry Schmidt-Leukel, Buddhismus und Christentum.
    Ausdrucksgestalten und Kontexte unterschiedlicher Erfahrungen
     mit derselben transzendenten Wirklichkeit

    Martin Thomé, Sprache und Transzendenz im Denken Martin Heideggers
  • Hōrin Bd. 3, 1996, 235 S.
    Hermann-Josef Röllicke, Der "Landschafts-Buddhismus" in der Dichtung Xie Lingyuns (385-433)
    Wolfram Naumann, Ideallandschaften in der japanischen Literatur
    des Mittelalters. Auf der Suche nach den Spuren des Hsieh Ling-yün (Xie Lingyun)

    Gregor Paul, Zum Begriff des ästhetischen Scheins im Genji monogatari.
    Oder: Von der Vergeblichkeit der Suche nach einer "spezifisch japanischen Ästhetik". 

    Elmar Weinmayr, Überlegungen zum Ort und Charakter der "Kunst" in der japanischen Kultur
    Dieter Rahn, Kuros und Maitreya. Ein Vergleich griechischer und ostasiatischer Plastik
    Kinuyo Watanabe, Harmonie und Schönheit.
    Der grundlegende Geist von Ikebana und traditionellem japanischen Tanz

    Seiichi Inagaki, Eigentümlichkeiten der japanischen Musik 
    Robert Kudielka, Monet und der japanische Farbholzschnitt 
    Dieter Rahn, Schopenhauer und Masson.
    Eine europäische Ästhetik und die Rezeption zenbuddhistischer Tuschemalerei

    Wolfram Naumann, (Übersetzung und Kommentar):
     Chomeis "Erzählungen aus den Vier Jahreszeiten" (Chomei shiki monogatari), Teil 1
  • Hōrin Bd. 4, 1997, 278 S.
    Gregor Paul, Tradition und Norm. Ein Beitrag zur Frage
    nach der Universalität moralischer Werte

    Hans Poser, Bonum und Malum in der Leibnizschen Theodizee
    Armin Kreiner, Das Problem der natürlichen Übel
    Ram Adhar Mall, Zur buddhistischen Ethik ohne Theologie und Metaphysik
    oder: Zum Spirituell-humanistischen Ethos des Buddhismus.

    Takasaki Jikido, Ethische Implikationen der Tathagatagarbha-Lehre
    Birgit Mayer-König, Das Böse als das Göttliche:
    Betrachtungen am Beispiel Bhairavas und der Dakinis

    Alexander L. Mayer, "Gut und Böse" im Lichte der cetana-Konzeption
     der Trimsika Vasubandhus

    Hermann-Josef Röllicke, Lin Xiyis Auslegung der Frage
    nach dem Guten (shan) in seinem Zhuangzi-Kommentar von ca. 1260

    Nelly Naumann, Gut und Böse in den Mythen und in der frühen Geschichte Japans
    Wolfram Naumann, Vom Ethos zum Ethnos.
    Zeugnisse japanischer Wertorientierung vom 8. bis zum 18. Jahrhundert

    Wolfram Naumann, (Übersetzung und Kommentar):
    Chomeis "Erzählungen aus den Vier Jahreszeiten" (Chomei shiki monogatari), Teil 2
  • Hōrin Bd. 5, 1998, 240 S.
    Hermann-Josef Röllicke, Der Abgrund der Zeit. Der Zweifel des Maitreya im Lotossutra
    Alexander L. Mayer, Zur Schwelle der Zeit Maitreyas
    Claudia Wenzel, Begegnung mit Maitreya auf einem Gemälde aus Dunhuang
    Jorinde Ebert, Vom großen Zweifel (daigigenzen)
    zur dickbäuchigen Leere (ku). Gedanken zur Maitreya-Ikonographie von Zentralasien bis Japan

    Nelly Naumann, Zeitvorstellungen - Vorgeschichte, Mythos, Märchen
    Ulrich Goch, Die Zeit in der japanischen Geschichtsschreibung
    Victoria Eschbach-Szabo, Historisches Präsens im Japanischen
    Takao Ota, Die Zeitproblematik in der japanischen bildenden Kunst - Ein Vergleich
    Nelly Naumann, Das Menschenbild im frühen Japan
    Wolfram Naumann, Die hohen und die niederen Sphären
    des Menschlichen im Spiegel der heian-zeitlichen Literatur

    Carl Steenstrup, Politische Ideen der Krieger im 14. Jahrhundert
    Wolfram Naumann, Chomeis Erzählungen aus den
    Vier Jahreszeiten ("Elfter Monat" und "Zwölfter Monat")
  • Hōrin Bd. 6, 1999, 262 S.
    Gregor Paul, Kausalität. Eine Problemskizze
    Christian Lindtner, Madhyamaka Causality
    David J. Kalupahana, Nāgārjuna und Kausalität
    Musashi Tachikawa, Abhängiges Ko-Entstehen
     nach dem 26. Kapitel der Strophen über die Mitte
    Hans P. Sturm, Leere im Herzen.
    Zur vierfachen ontologischen Unbestimmbarkeit in der
    antiken indischen und griechischen Philosophie
    Yuichi Kajiyama, Samghabhadra und Nāgārjuna über die Theorie
    der zwölfgliedrigen Kausalität.
    Rolf Elberfeld, Entstehen in Abhängigkeit bei Fazang
    Henrik H. Sørensen, Optional Causality:
    Karma, Retribution, and the Transference of Merit in the Context
     of Popular Chinese Buddhism.
    Hans Lenk, Mentale Verursachung. Zur neuesten Diskussion
     der mentalen Verursachung in der analytischen Philosophie
    Ulrich Hoyer, Quantentheorie und Kausalität
    Wolfram Naumann, Ursächliche Verknüpfung als Prinzip und Methode
    vormoderner japanischer Dichtung
  • Hōrin Bd. 7, 2000, 181 S.
    Tadashi Ōtsuru, Die Vier Ursachen bei Aristoteles
    und die "Kausalität" im neuzeitlichen Verständnis

    Theodor Leiber, Determinismus, Chaos und Berechenbarkeit.
    Epistemologisch relevante Aspekte

    Lambert Schmithausen, Zur zwölfgliedrigen Formel des Entstehens in Abhängigkeit
    Yūichi Kajiyama, Alayavijnāna und Abhängiges Entstehen
    Alexander L. Mayer, Sengzhao über "Verursachung"
    Fumihiko Sueki, Watsuji Tetsurōs Interpretation des Frühbuddhismus
    Willem J. Boot, Menschenbild und Lebensstil im Konfuzianismus
    Guido Rappe, Menschenbild und Ethik bei Kaibara Ekiken (1630-1714)
    Eiji Kawano, General Nogi. Ein Samurai im Zeitalter der Massenmedien
    - Zu Karl Kraus: Harakiri und Feuilleton
  • Hōrin Bd. 8, 2000, 215 S.
    Robert Kudielka, Natur als Technik: Zur Baugeschichte des europäischen Naturbegriffs.
    Hermann-Josef Röllicke, Die "geburtliche Artfassung" (xing)
    der Wesen und ihre "Selbst-Erweisung"(ziran): Eine Studie zum 'Laozi Zhigui'

    Nelly Naumann, Mensch und Tier im frühen Japan
    Wolfram Naumann, Zu Hause in der Natur:
    Entwurf einer humanen Existenz im japanischen Mittelalter

    Sabine Hesemann, Der Garten -ein besonderer Raum.
    Die Texte des 'Yuan Mei über seinen Garten in Suiyuan

    Jean-Claude Hugonot, Bedeutung und Gestaltung des Gartens im Alten Ägypten
    Reinhard Zimmermann, Gleichgewicht oder Subordination?
    Das Verhältnis von Kunst und Natur im Renaissancegarten

    Reiner Manstetten, Das Ursprünglich-Einige und seine zerbrechlichen Gestalten. Ein Essay über Natur, Kunst und Garten bei Novalis und Hölderlin
    Takao Aoyama, Der Garten als Bühne im japanischen Nō-Theater und bei Novalis
  • Hōrin Bd. 9, 2002, 195 S.
    Shoryu Katsura, Beweisverfahren der Buddhisteb: Das Wesen buddhistischer Logik.
    Birgit Mayer-König, Mehrdeutigkeit durch Ebenen religiöser Begrifflichkeit.
    Hermann-Josef Röllicke, Die fernen Länder des Sima Qian.
    Die Auslegung des Wortes 'Einheit' und der 'neunfache Austausch der Rede'.

    Gregor Paul, Identifikation und Verstehen des Normativen der Lektüre 'konfuzianischer' Texte.
    Das Konzept moralischer Autonomie.

    W.J.Boot: Das Übersetzen von konfuzianischen Texten im mittelalterlichen Japan.
    Christian Steineck, Übersetzung und theoretische Rekonstruktion
    am Beispiel von Dōgen: Genjôkōan.

    Wolfram Naumann, Himmel und Erde in Schuss...und andere Möglichkeiten,
    sich als Übersetzer zu blamieren.

    Theresia Heither OSB, Paulus und Origines. Die gemeinsame Aufgabe.
  • Hōrin Bd. 10, 2003, 227 S.
    Heinz Bechert, Einführung: Zu den Grundlagen der Bodhisattva-Lehre
    Lambert Schmidthausen, Einige besondere Aspekte
    der "Bodhisattva-Ethik" in Indien und ihre Hintergründe

    Tilmann Vetter: Arhat und Bodhisattva im Daoxing
    Bhikku Pāsādika, Der Mahāyāna-Buddhismus gemäß Nāgārjunas Sūtrasamuccaya
    Ernst Steinkellner, Ist Bodhisattvaschaft denkbar? Dharmakīrtis Antwort
    Dieter Schlingloff, Mūrdhacchidra
    Jan-Ulrich Sobisch, Definition und Funktion des prâtimoksa
     und samvara der Bodhisattvas im tibetischen Buddhismus

    Oliver Aumann, Die Gestalt des Bodhisattva im Lotus-Sūtra
    Toshikazu Arai, The Meaning and Role of the Bodhisattva
    in Shinran's Pure Land Tradition

    Perry Schmidt-Leukel, Das Bodhisattva-Ideal bei Shinran
  • Hōrin Bd. 11, 2004, 224 S.
    Gregor Paul, Introduction
    Klaus Glashoff, Using formulas for the interpretation of ancient Indian logic
    Claus Oetke, In which sense are Indian theories of inference non-monotonic
    Gregor Paul, Logic in Buddhist text. With particular reference to the Zhonglun
    Takashi Iwata, On the concept of nessity in Buddhist texts -
    from the perspectives of the Yogâcâras and the Buddhist logical tradition

    Tom J.F.Tillemans, The slow death of the trairūpya in Buddhist logic:
     A propos of Sakya Pandita

    Pascale Hugon, Interpretation of trairûpya in Tibet
    Shoryu Katsura, Paksa, Sapaksa and Asapaksa in Dignūga's Logic
    Helmut Krasser, Are Buddhist Pramânavadins non-Buddhist? -
    Dignāga and Dharmakīrti on the impact of logic and epistemology on emancipation

    Birgit Kellner, First logic, then Buddha? The controversy
    about the chapter sequence of Dhamakīrti's Pramānavārttika
    and the soteriological relevance of inference

    Volker Beeh, Argument and logic in the eighth chapter
    of Nāgārjuna's Mûlamadhyamakakārikās and in Candrakīrti's Commentary

    Shinya Moriyama, Is the proof of the omniscient Buddha possible?
    Eli Franco, Xuanzang's proof of idealism (vijnaptimūtratū)
    Annette L. Heitmann, Insight into reality (tattvajnâna)
     as defined in 6th century Indian Madhyamaka
  • Hōrin Bd. 12, 2005, 272 S.
    Otsuru Tadashi, Behindertsein als Reise zu sich selbst
    Berthold Riese, Die klassischen Maya und der Tod
    Wolfram Naumann, Das große und das kleine Ich
     in der japanischen lyrischen Tradition

    Tachikawa Musashi, Negation and Rebirth of the Self in Buddhist Perspective
    Hermann-Josef Röllicke, Descartes Chimären und Kants Reinigung
    des denkenden Ich durch die Subkektivität

    Günter Bonheim, Das Spiel mit Namen und Leibern in Jean Pauls "Siebenkäs" und "Titan"
    Hermann-Josef Röllicke, Zu den Vorworten der Maoshi, des Shipin und des Wenxuan
    Michael Schimmelpfennig, Die Einschätzung der Lieder von Chu (Chuci)
     gemäß den Vorworten der Anthologie

    Murata Masahiro, Die Bedeutung des Kana-Vorworts zum "Kokin Wakashū"
    Wolfram Naumann, Das übergewichtige Vorwort:
    Zwei japanische Beispiele aus dem 10.Jahrhundert.

    Ekkehard May, Geleitworte zu haikai-Sammlungen: zwei Fallbeispiele
    Hatanaka Minako, Die Vorworte von Ueda Bin und Hagiwara Sakutarō
    Wolfgang Kubin, Zur Poetik der chinesischen Schriftstellerin Zhai Yongmin
  • Hōrin Bd. 13, 2006, 262 S.
    Wolfram Naumann, Biographische Spurensuche
    in der altjapanischen Chronik Shoku-Nihongi

    Wolfgang Schamoni, Gelübde und Autobiographie:
    Der Ōbaku-Mönch Ryōō (1630-1707) und seine Bibliotheksprojekte

    Gregor Paul, Das Porträt in China und Japan: Exemplarische Beispiele
    Koyasu Nobukuni, Autobiographische Bezüge im Werk Motoori Norinagas
    Dorothee Schaab-Hanke, In eigener Sache:
    Die Autobiographie Sima Qians und deren (Aus-)Nutzung durch Ban Gu

    Nicolas Standaert, Biography as ritual act
    Claudia Wenzel, Sengchous (480-560) religiöses Vermächtnis:
    Texte und Bilder der Mittleren Xiaonanhai-Höhle

    Andreas Niehaus, Vom Topos der Unbesiegbarkeit:
    Zur Rolle des Körpers in der Autobiographie und Biographie

    Isoda Hirofumi, Meditation on the Perfection of Wisdom
    Frederik Musall, Der Rücken Gottes: Spirituelle Erfahrung
    und moralische Konsequenzen im Jüdischen Denken
    Wolfgang W.Müller OP, Das Damaskuserlebnis des Apostels Paulus
    Yamanaka Yukio, Zu einem neuen Textfund des Vimalakīrtinirdeśasūtra aus Tibet
    Birgit Mayer-König, Funktionen und Praxis der Gottesnamen
    in den Traditionen der Hindus

    Wolfgang W.Müller OP, Der Kyrie-Ruf: Über die Art und Weise,
    wie Christus angerufen werden kann

    Yamanaka Yukio, Buddhānusmṛti und Nembutsu
    unter besonderer Berücksichtigung des Lotos-Sūtra
  • Hōrin Bd. 14, 2007, 150 S.
    Andreas Regelsberger, Das Jōruri im Spiegel ästetischer Traktate der Edo-Zeit
    Sakeguchi Hiroyuki, Chikamatsu Monzaemon,Takemoto Gidayū
    und die städtische Kultur Ōsakas;

    Martina Schönbein, Die Bühne als sakrealer
    und profaner Raum in den Freitodstücken des japanischen Puppentheaters
    im frühen 18. Jahrhundert - Interpretationsansätze

    Kimura Naoji, Das Wunder der Tsubosaka-Kannon:
    ein modernes Sewamono des Bunraku-Puppentheaters

    Andreas Regelsberger, Der Wahnsinn Iemons:
    Zum Phänomen der Verrücktheit in Tsuruya Nambokus Kabukistck
    Tōkaidō Yotsuya Kaidan

    Mikami Masako, Wahnsinnige Frauen im modernen japanischen Drama:
     Mishima Yukios Kindai Nōgakushū [Sammlung der modernen Nū]

    Wilt L. Idema, Madness on Yuan Stage
    Michael Reichel, Kausalität und Dramaturgie
    des Wahnsinns in der griechischen Tragödie

    Volkmar Hansen, Gretchen - Schuld und Rettung
    Volkmar Hansen, Liebeswahnsinn - Medschnun und Leila
  • Hōrin Bd. 15, 2008, 312 S.
    Darja Sternemc Erker, Semantice of Latins words religio and ritus
    Gregor Paul, Rites and Rituals: Some Methological Issues
    Nitta Tomomichi, On the "Deification" of the Historical Buddha in Studies of the Buddha's Life Story
    Kato Takahiro, Ritual, Knowledge and Liberation in Vedānta
    Jan-Ulrich Sobisch: Some Aspects of Tantric Ritual Practice in Tibet
    Max Deeg: Der Buddha und die nāgas: Buddhistische Unterwerfungsmythen und Regenmagie
    Petra Rösch, The Fifty-three Buddhas of Confession
    Daniel B. Stephenson, The Ties That Bind: Chinese Buddhist Rites for Securing Rebirth in the Pure Land
    Ōtsuru Tadashi, Der Nembutsu-Tanz bei dem Wandermönch Ippen
    Ono Makoto, Rituelle Konzepte der Jōdoshin-Schule und die Musik
    Marc Nottelmann-Feil, Zur Liturgie der Jōdoshinshū Honganji-ha
    Christian Steineck, Rituale in der Bildung der Sōtō-Schule
    Hartmund O. Rotermund, Kami, Flowers and Insects:
    Commemoration of Śākayamuni's Birthday in Japanese Folk Tradition
  • Hōrin Bd. 16, 2009, 190 S.
    Gregor Paul, Fremde Kulturen verstehen, ohne deren Sprache(n) zu kennen?
    Notizen zum 'sprachlosen' Brückenbau

    Wolfgang Michel, Medizin, Heilmittel und Pflanzen kunde
     im euro-japanischen Kulturaustausch des 17. Jahrhunderts

    Frieder Sondermann, "Die Jammabos" (1779/1782) -
    antijesuitisches Drama vor japanischer Kulisse

    Anreas Regelsberger, Zum Einfluss europäischer Mechanik
    auf edozeitliche Automaten- und Theaterpuppen

    Kimura Naoji, Der Diskurs über die japanische Abschließungspolitik
    bei Kaempfer, Dohm und Herder

    W.J.Boot, Johann Joseph Hoffmann - der erste Japanologe
    Gerhard Pfulb, Amenomori Hōshū 雨森香洲 (1668-1755):
    Hierarchieproblem in zwischenstaatlichen und innerjapanischen Beziehungen

    Peter Zieme, Buddhistische Hagiographie zwischen Realität und religiösem Motivationsschub
HORIN. Vergleichende Studien zur japanischen Kultur.
Comparative Studies in Japanese Culture 17

Hg.: Takayo Aoyama, Mit-Hg. Gregor und Red.: Hermann-Josef Rölleke
Red.: Hermann-Josef Rölleke

München: Iudicium 2014, 316 S., Abb. --- ISBN 978-3-86205-142-7 --- 




CC

Donnerstag, 22. Februar 2018

Die religionsgeschichtliche Bedeutung der Iberischen Halbinsel für den "Trialog" (aktualisiert)



Die jüdisch-christlich-islamischen Beziehungen auf der Iberischen Halbinsel vom Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert sind gleichermaßen von Krieg und friedlicher multikultureller Begegnung geprägt.
An der muslimischen Geschichte  in Spanien und Portugal wird zugleich deutlich, wie sehr der Islam ein wesentlicher Teil Europas (immer gewesen) ist. 
Einen wichtigen Beitrag zum besseren Verstehen bildet darum die Aufarbeitung der christlich-islamischen Beziehungen in der mittelalterlichen Geschichte. Aber auch das Judentum spielt kulturell hier eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die Iberische Halbinsel (arabisch: Al-Andalus) bietet dafür insgesamt ein vorzügliches Lernfeld. 


Einblicke - Ausblicke
Multireligiöse Kultur auf der Iberischen Halbinsel 
Sephardisches Judentum - >> Die Sephardim im Kontext der Iberischen Halbinsel
 --- 
(Materialzusammenstellung und Literatur)
Ergänzende Literaturhinweise
Iberische Halbinsel und Mittelmeerraum (Autoren A- Z)

>> Multikulturelles und multireligiöses Zusammenleben: hier

>>> Islamische und jüdische und christliche Philosophie
       - nicht nur des Mittelalters
   - Literaturauswahl

Zeitschriften zur Multikulturalität,
Geopolitik und religiösem Pluralismus im Mittelmeerraum

Dokumente aus dem Mittelalter
Dialog und Auseinandersetzung 
zwischen Juden, Christen und Muslimen
  • Ein wichtiger Vorreiter auf diesem Gebiet war der Religionswissenschaftler
    und Arabistik-Spezialist Míkel de Epalza Ferrer (1938-2008) 
    Von Mudejaren zu Morisken.
    Muslime -
    unter islamischer Herrschaft und
    unter christlicher Herrschaft.
    Eine gewaltsame Koversion
    Hg.: Centro de Estudios Mudéjares
    Teruel 2002
    von der Universität Alicante.  
Das Moriskenproblem in Aragon
am Anfang der Herrschaft
Philipps II. (1527-1598)
Teruel:
Centro de Estudios Mudéjares 2010
El Cid und andere zwischen Christen und Mauren
Turm (Torre de la Calahorra), unten rechts,
Kathedrale/Mezquita
am Ende der Brücke

 Foto: 1988




Die Schia in Andalusien
  • Gabriele Dold-Ghaddar: Pers–Andalus. --- Iranische Kulturdenkmäler in „al-Andalus al-aqṣā“. Bewertung der Forschungsergebnisse für das 8.–12. Jahrhundert. Islamkundliche Untersuchungen Band 330. Berlin: Klaus Schwarz Verlag 2016, 338 S.


Erneut gelesen: Kritische Eröffnungen zum Islam

Mohammed (Mohamed)  Arkoun (1928-2010) war als Professor für islamische Studien in Paris einer der engagiertesten und bedeutendsten Vertreter für einen „aufgeklärten“ Islam. Zugleich bezeichnete er sich im originalen Sinne als „Fundamentalist“, da sich seine Forschungen auf die Fundamente von Koran und Sunna bezogen. Dazu bearbeitete er systematisch die islamische Philosophie seit ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Im aktuellen Diskurs zwischen Tradition und Moderne spielt das Verhältnis von Religion und  Laizität - besonders in seiner französischen Ausformung - eine entscheidende Rolle. Im Blick auf die Herausforderungen der Gegenwart unternimmt er nicht nur eine kritische "Re-Lektüre" des Korans, sondern auch der islamischen Traditions- und Geistesgeschichte.

Mehr zu Leben und Werk von


Mohammed Arkoun: L'Islam. Approche critique
Collection "Ouverture". 
Paris: Jacques Crancher 1989, 3e édition 1998, 189 pp.

Deutsche Ausgabe:
Der Islam. Annäherung an eine Religion.
Vorwort von Gernot Rotter.
Aus dem Französischen von Michael Schiffmann.
Heidelberg: Palmyra 1999, 294 S., Register


Der Islam in Frage,
der Islam als Frage 

Kritische Annäherungen
Die hier vorzustellende "kritische Annäherung" an den Islam besteht aus 24 Fragen und Antworten, die sich mit Grundkenntnissen des Islam und aktuellen Fragen beschäftigen, die vor allem die muslimische Glaubenslehre betreffen. Der Autor bemüht sich um kurze und prägnante Darlegungen. Sein Ziel ist ein doppeltes: Er wendet sich einerseits an die muslimische Öffentlichkeit: Sie muss seiner Meinung nach aus ihrer dogmatischen Enge befreit werden, in die sie durch die traditionelle Theologie und durch Kampfesideologien eingeschlossen ist. Andererseits wendet er sich an die westliche Öffentlichkeit: Diese sollte darauf verzichten, andere Kulturen ethnographisch aus einem westlichen Deutehorizont heraus zu betrachten.

Mythos und Ideologie: Degradierung des symbolischen Kapitals
Nach Arkoun ist es Aufgabe der Historiker zu zeigen, wie unterschiedliche ethno-kulturelle Gruppen aus einem gemeinsamen Bestand an Zeichen und Symbolen geschöpft haben. So konnten sie Systeme des Glaubens oder des Unglaubens schaffen, die zur Legitimation von Macht gedient haben. Daher fordert der Autor, die Sinnfrage nicht länger aus der Sicht einer unbeweglichen Transzendenz zu stellen, einer Ontologie, die vor jeglicher Historizität geschützt wäre. Stattdessen sollte sie im Lichte der historischen Kräfte betrachtet werden. So lassen sich die heiligsten Werte in symbolisches Kapital verwandeln. Sie kann man nicht von den mythischen Gründungserzählungen trennen, in denen jede ethno-kulturelle Gruppe ihre Identität oder Personalität zusammenfasst. In den Offenbarungsreligionen wurde das symbolische Kapital allerdings zu Gesetzen, mechanischen Ritualen, scholastischen Lehren und Ideologien der Herrschaft degradiert.

Sakralisierung, Transzendentalisierung, Säkularisierung
Seit dem Tod des Propheten Mohammeds, vor allem aber mit der Gründung eines islamischen Staates, fand die Verbindung von politischem Handeln und Kreativität der Symbolik ihr Ende. Die Verstaatlichung des Islam bedingt die Ausarbeitung eines Rechtscodex, der die Bedeutung religiöser Lebensorientierung (Scharia) in praktisches Recht umsetzt. Wenn hier das Religiöse dem Politischen untergeordnet wird, so ist dies nicht gleichzusetzen mit der Verschmelzung von Spirituellem und Zeitbedingtem zu einem Absoluten. Hier muss der Islam heute z.T. kritisiert werden. Will man die Frage nach dem Islam und der Laizität  bzw.Säkularisierung stellen, ist es wichtig, sich darüber im klaren zu sein, dass die islamischen Gesetze durch die staatlichen Institutionen bzw. durch die Person und Funktion des Kalifen erst nachträglich sakralisiert und transzendentalisiert worden sind.

Die säkularen Revolutionen haben die Hierarchien und Ungleichheiten, die mit Hilfe der Macht der Sakralisierung entstanden sind, aufgehoben. Diese Macht wurde von den Theologen ausgeübt, die vorgaben, als autorisierte Interpreten der Offenbarung zu handeln. Die Revolutionen enthüllen so eine verborgene Funktion des Heiligen. Es ist der permanente Übergang von der Transzendenz in immanente Zusammenhänge. So geht der Weg vom Unendlichen des Sinns zur Transzendentalisierung, die den Sinn in Lehren, politischen Ordnungen und Rechts-Codices fixiert. In einem Kontext, der von den religiösen Traditionen befreit ist, wird das republikanische Frankreich mit Hilfe der Rekonstruktion eines nationalen laizistischen Bildes (imaginaire) allerdings von Neuem sakralisiert.

Die Nationalismen des 19./20. Jahrhunderts haben den Bruch mit dem früheren Heiligen und die Einsetzung eines laizistischen, republikanischen Heiligen mit dem entsprechenden Bild zu einem generellen Phänomen gemacht. Arkoun wehrt sich dagegen, die Beziehung von Religion und Laizität, von Spirituellem und Zeitlichem auf Fragen der rechtlichen Trennung dieser Instanzen zu reduzieren. Es geht auch nicht, die Theologie von der Philosophie oder den Mythos von der Geschichte zu lösen.

Arkoun möchte die Bedeutung der modernen Trennung von legislativer, judikativer und exekutiver Gewalt für den sozialen Frieden und den Respekt vor den Menschenrechten nicht schmälern. Aber diese Gewalten verweisen auf tiefer gehende Fragen, die all unserem politischen, rechtlichen und religiösen Reden zugrunde liegen: die Frage nach dem Sein, nach Werten, zum Heiligen, nach Transzendenz, Liebe, Gerechtigkeit und dem Wunsch nach Unsterblichkeit.

Spirituelle Autorität und politische Macht
Arkoun unterscheidet zwischen der spirituellen Autorität Gottes und politischer Macht. Er nimmt den Begriff der „Sinnschuld“ (dette de sens) von Marcel Gauchet auf. Damit ist eine moralische Verpflichtung im Rahmen des Bundes zwischen Gott und Mensch in den Offenbarungsreligionen gemeint. Nur die Macht, die im Rahmen dieses Bundes ausgeübt wird, ist legitim. Das Aufkommen einer spirituellen laizistischen Macht mit dem Bürgertum hat die Funktion der Sinnschuld dem allgemeinen Wahlrecht übertragen. Arkoun spricht von einem „neuen Bund“, der auf das allgemeine Wahlrecht gegründet ist und eine Gesellschaft, sozusagen als säkularisierte Kirche zur Folge hatte. Mit dem Ende des traditionellen Religiösen kamen die säkularen Religionen (Raymond Aron) auf. Die Demokratien funktionieren wie Religionen (allerdings ohne den Zusammenhang von Sinn und Schuld) mit Führern, die nach Taktiken und Strategien suchen, die Macht zu erlangen und auszuüben. Sie bemühen sich weniger um “légalité“ als um  „légitimité“. Nun wird es darum gehen, so meint Arkoun, dass Kirche und Staat nach neuen Vereinbarungen, nach einer neuen Laizität suchen. Sie ermöglicht eine neue Spiritualität. Hier liegt übrigens ein Ansatzpunkt von islamischer Seite, den eine Reihe von „gemäßigten“ Laizisten aufgegriffen hat, wie z.B. der Soziologe Olivier Carré:
L'islam laïque
 ou le retour à la Grande tradition. Paris: 
Armand Colin 1993 - Rezension in Persee: hier - Autor:   Année 1994  59-1  pp. 299-300
Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges glaubte man in der muslimischen Welt, es würde reichen, die „Rezepte“ des Westens auf die muslimischen Länder zu übertragen, die den Erfolg der westlichen Zivilisation ermöglicht haben. Kritiklos übernahm man daher die Laizität, wie es die radikale Neutralität Atatürks gegenüber der Religion zeigte. Doch eine Entwicklung der muslimischen Welt hin zu einem laizistischen und demokratischen Pluralismus musste scheitern. Die Rolle der Symbole im Kontext einer mündlichen, mythischen Kultur unterscheidet sich wesentlich von der im logozentrischen System einer Schriftkultur, eingesperrt in den Grenzen der Historizität. Die Symbole werden hier zu schlichten Zeichen, an denen sich die „Modernen“ und die „Konservativen“ erkennen.

Arkoun unterscheidet: Zum einen  gibt es die „pensée laïque“, eine offene, kritische Haltung, die Verantwortung wahrnimmt und die Freiheit der Selbstbestimmung anderer anerkennt. Dagegen steht zum Anderen die „pensée laïciste: Unter dem Vorwand der Neutralität verbannt sie aus der Schule jeglichen, auch wissenschaftlichen Unterricht über die Geschichte der Religionen. Die menschlichen Gesellschaften sind jedoch auch von  einer permanenten und universell-religiösen Dimension geprägt. Mit einer solchen Wertung wendet sich Arkoun gegen einen positivistischen und szientistischen Rationalismus.

Der Verfasser ermutigt insgesamt, auf zwei historische Brüche zu reagieren: den Bruch des „orthodoxen“ islamischen Denkens mit der Philosophie und den Bruch des westlichen Denkens mit dem religiösen Denken aufgrund dessen semitisch-orientalischer Wurzeln.
Der Islam und der Westen scheinen zwei entgegengesetzte Pole zu sein. Aber Arkoun weist konsequent daraufhin, dass sie denselben philosophisch-religiösen Ursprung haben.

Auch nach über 20 Jahren seit dem Erscheinen dieses Buches hat es nichts von seiner
Aktualität verloren.

Dieser Beitrag wurde überarbeitet und aktualisiert. Er ist in seiner Ursprungsfassung  ein Auszug aus: 
Silvia Bartelheimer / Reinhard Kirste: Der Integrismus im Streit mit der Laizität. Ein Beitrag zur Fundamentalismusdebatte. Download des gesamten Textes: hier 
In: Reinhard Kirste / Paul Schwarzenau / Udo Tworuschka (Hg.): 
Interreligiöser Dialog zwischen Tradition und Moderne. Religionen im Gespräch, Bd. 3 (RIG 3) Balve: Zimmermann 1994, S. 290-323, hier S. 295-298

Weitere Rezensionen:


CC